Natur, Sport und Tourismus: Neue Partnerschaften für Schutz und Nutzung der biologischen Vielfalt

16. - 17. Juni 2010, Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn
 

Tourismus und Sport sind auf eine intakte Natur und Umwelt angewiesen. Für Dreiviertel aller deutschen Reisenden ist „Natur erleben“ ein wichtiges Urlaubsmotiv, „eine „schöne Landschaft“ steht mit 83 Prozent an der Spitze der Kriterien für die Wahl des Urlaubsziels. Gleichzeitig können Tourismus- und Sportaktivitäten aber auch diese Grundlagen belasten. Sie können nicht nur natürliche Lebensräume mit ihren Tier- und Pflanzenarten beeinträchtigen und damit die biologische Vielfalt bedrohen, sondern reduzieren möglicherweise auch die Attraktivität von Gebieten. Viele Beispiele des naturverträglichen Tourismus und Sports belegen allerdings, dass Natur, Sport und Tourismus sehr gut im Einklang miteinander existieren können. Dabei setzen sich Tourismus und Sport gemeinsam mit dem Naturschutz für die Erhaltung der vielfältigen Natur- und Kulturlandschaften ein.

Neue Partnerschaften für gemeinsames Engagement

Das Dialogforum richtet sich an alle Akteure des Tourismus, des Sports und des Naturschutzes, die sich gemeinsam für den Erhalt biologischer Vielfalt und Erlebnisse in intakter Natur engagieren möchten. Die Veranstaltung bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Rahmen, ihre Handlungsansätze vorzustellen, Netzwerke aufzubauen, neue Konzepte gemeinsam zu entwickeln und kritisch zu diskutieren. Erfolgreiche Modellvorhaben geben der Diskussion die erforderlichen Impulse. Ziel der Veranstaltung ist es, über den Dialog zum Handeln zu kommen.

Naturschutz, Sport und Tourismus – gemeinsam für die biologische Vielfalt

Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt hat diesen Kooperationsansatz aufgegriffen und Handlungsziele formuliert, die nur in Zusammenarbeit von Akteuren aus Tourismus, Sport und Naturschutz erreicht werden können. Drei Bereiche nehmen eine wichtige Rolle ein: a) eine naturverträgliche Destinationsentwicklung, b) die Entwicklung marktgerechter, naturverträglicher (Naturerlebnis-) Angebote und c) die Kommunikation und Fortbildung im Sport, Tourismus und Naturschutz.